Heinz-George-Pokal Runde 2: viele ausgekämpfte remis

Es gab zwei kampflose Sieger: Sören gegen Wladi und Peter Magdorf gegen Rolf. Beide gehören damit zu dem nur noch kleinen Kreis der verlustpunktfreien Spieler.

Das erste Brett, an dem eine Entscheidung fiel, war Volker Recklies gegen Sven. Volker baute sich solide auf, und Sven gelang kein Durchbruch - remis.

Martin Kruse hatte lange einen Mehrbauern gegen seinen Vereinskameraden Dirk Clausen. Gutes Gegenspiel von Dirk entwertete aber diesen Vorteil. Später mündete die Partie in ein Turmendspiel mit ausgeglichenen Material, und folgerichtig in die Punkteteilung.

Kurzfristig mussten Bernd und Olaf Lubenow absagen. Aufgrund dessen hätten Erich und Eckhard Klütz kampflose Siege davon tragen können. Beide entschieden sich aber auf Nachfrage, gegeneinander zu spielen - sehr sportlich! Nach wechselhaften Verlauf gewann Erich. Etwas glücklich, aber ganz ohne Glück geht eben nichts.

Ich hatte mich gegen Kalle gezwungen, einen Bauern zu gewinnen, weil sonst meine Partieanlage unlogisch gewesen wäre. Danach wurde es allerdings heikel. Viel heikler, als mir lieb war, und als ich abgeschätzt hatte. Diverse Figuren belagerten meine Stellung, und ich war chronisch unterentwickelt. An einer Stelle hatte ich großes Glück, und konnte mich danach konsolidieren. Da ich mir dann aber Tempoverluste erlaubte, war mein Mehrbauer gerade ausreichend, um Kalles Initiative bei ungleichfarbigen Läufern auszugleichen. Mein remis-Angebot wurde angenommen.

Am Nebenbrett hatte Cliff in sonst symmetrischer Stellung einfach einen Bauern mehr gegen Dirk Martens. Vorankommen wurde aber verhindert, und so kam auch hier der Friedensschluss - auch hier war das Glück auf der Seite des Favoriten. Starke Leistung, Cliff!

Jens hatte immer etwas Übergewicht gegen Burkhard Lewke. Am Ende war sein Bauer schneller als der von Burkhard, Punkt für Jens. Erneut eine Überraschung, nach dem remis in der ersten Runde gegen Malte schon die zweite.

Giso stand gegen Carsten Coldewey reichlich gedrückt, hatte eine Qualle mehr. Nein, es war ein ganzer Turm! Und doch war Carstens Initiative stark, zwei sehr agile Läufer bestrichen beide Flügel und zwangen Giso zu großer Aufmerksamkeit. Zuschauer meinten, an einer Stelle hätte Carsten eine Figur gewinnen können. Da das aber nicht geschah, sicherte sich Giso das Mehrmaterial und gewann zum Ende hin sicher, auch mit großem Zeitvorsprung. Mutig, gegen Giso so vehement anzugreifen, und auch richtig.

Malte hatte gegen Horst früh einen Bauern gewonnen. Der war aber nicht leicht zu verwerten, und Horst ging langsam aber sicher am Königsflügel vor. Malte erzwang allerdings den Tausch aller Türme, und sein Gegenangriff kam gerade rechtzeitig, und erzwang matt oder Damengewinn.

Und ganz am Schluss gewann Karina gegen Ulrich. Sie hatte zwar nur einen Mehrbauern, aber Ulrichs Zeit war um.

Und so gibt es nur noch drei verlustpunktfreie Spieler: Giso, Sören und Peter. Dahinter eine ganze Reihe von Spielern, die einen halben Punkt Rückstand haben. Weitere Spannung ist garantiert - der Favorit ist vorn, aber es sind noch fünf Hürden zu nehmen.

Egbert Hengst