H-G-Pokal Runde 3: Serien halten an

Erste Entscheidung: Ulf gewann gegen Harald; einige Bauern mehr hätten schon gereicht, aber der Materialvorteil wurde größer und größer. Ich darf daran erinnern, dass das weder eine Blitz-Competition ist noch Schnellschach.

Bei Kalle gegen Burkhard kam erwartungsgemäß eine völlig undurchschaubare Situation aufs Brett. Ich kann mir Stellungen ganz gut merken, aber hier?! Irgendwann stand die schwarze Dame auf c8. Das Ende (remis) ist mir entgangen.

Ulrich Weber machte ein gutes Spiel gegen Gerhard Ihlenfeldt, dem irgendwie der drive abhanden gekommen ist. Seine Dame verfing sich im Netz der beiden Läufer und wäre verloren gegangen, hätte er nicht vorher aufgegeben. Mit einigem Recht war Ulrich recht zufrieden.

Peter schnappte sich einen Bauern gegen Frank. Die Theorie sagt, besser nicht machen. Franks Druck wurde größer und größer, nach dem Gewinn von zwei Bauern, der Einkerkerung des weißen Königs und der nicht abzuwehrenden Drohung, einen weiteren Bauern gewinnbringend zu schnappen, gab Peter auf.

Andreas hatte eine sehr offensive Stellung gegen Martin Kruse, dessen einziges plus ein Doppelbauer auf Andreas Seite war. Ich sah noch, wie sich Martins Springer auf die achte Reihe zurückzog, ohne dass er dort besser gestanden hätte. Andreas gewann, leider nicht von mir gesehen. Schade, das war bestimmt interessant. Der Junge mausert sich langsam aber sicher zu einem ernsthaften Kandidaten auf den Turniersieg. Die nächste Überraschung; überraschend war höchstens, an welchem Brett sie stattfand.

In einem anderen Duell IZ-Hademarschen spielten Cliff und Dirk Clausen Carlsen gegen Anand nach. Dirk wich bald ab, und fand sich in einer schwierigen Lage wieder. Bald war er gezwungen, eine Qualität zu geben, ohne dass das seine Stellung verbessert hätte. Cliff schob sicher den Punkt nach Hause, ist somit einziger Spieler ohne Verlustpunkt. Die Serie 'an Brett 1 verliert schwarz' hält an.

Ich kam gegen Alexej Litau zu einer Stellung mit heterogegen Rochaden. Alexej spielte eine Weile sehr gut, beging dann aber Fehler, als ich seinen Königsflügel öffnete. Ein Läuferrückzug auf die erste Reihe brachte die Entscheidung. Turmopfer, Damenschach nebst matt.

Karina und Jens spielten eine recht ruhige Partie, positionell sah das alles sehr ordentlich aus. Alle Leichtfiguren weg, standen sich nur noch Schwerfiguren gegenüber. Generalabtausch mit totremisem Bauernendspiel war nicht zu verhindern - remis.

Bernd hatte eine Weile einen Bauern mehr gegen Rolf. Der bekam den aber zurück, Bernds Springer dominierten allerdings das halbe Brett. Nach einer Zugwiederholung wurde remis gegeben, stellungsgerecht. Bernds Dame verfolgte Rolfs Turm auf der sechsten Reihe, der diese nicht verlassen durfte.

Als ich ging, stand Pit etwas besser gegen Hans-Christian Ackermann. Remis erschien mir wahrscheinlich in einem Endspiel Damen und gleichfarbige Läufer. Pit entschied aber die Partie zu seinen Gunsten.

Mit Martin, Frank und mir haben somit die ersten drei der Setzliste eine 0 eingefangen. Der nächste wäre Cliff. Nächste Partie: schwarz an Brett eins gegen Burkhard. Da war doch was?! Sicher auch interessant: Frank gegen Andreas.

 

Egbert Hengst