H-G-Pokal Runde 5: Spitze rückt zusammen

In einem vorgezogenen Spiel trennten sich Andreas und Burkhard unentschieden, und bleiben beide vorn. Kampflos gewann Cliff, holte nach Punkten auf und zog aufgrund der Zweitwertung (Anzahl gewonnene Partien) sogar vorbei.

Recht viele Partien gingen zu Ende, ohne dass ich wesentliches dazu bemerkt hätte. Kalle stand gegen Frank dem Eindruck kompetenter Beobachter nach klar besser, vielleicht auf Gewinn. Frank gewann indes, recht schnell.

Gerhard Ihlenfeldt verpasste Karina einen Doppelbauern. Alte Frage: diesen festlegen und blockieren, oder direkt angreifen? Gerhard griff ihn an; später kam Karina gerade mit diesen beiden Bauern im Zentrum von der Stelle und siegte. Bernd gewann gegen Peter, gesehen habe ich gar nichts.

Ich gewann gegen Dirk Clausen einen Bauern, und musste mich erst mal auf die Hinterbeine stellen. Dirk wurde etwas ungeduldig, und opferte einen zweiten Bauern. Seine Druckstellung konnte ich aber entkräften. Nach Abtausch der Schwerfiguren gab Dirk auf, zwei Bauern für nichts.

Martin mühte sich  gegen Pit mit Turm und zwei Läufern gegen Turm, L+S. Pit konnte eine Gabel ausführen, und damit mindestens eine Qualität gewinnen. Stattdessen tauschte er einen Läufer, dann noch den Turm. Im anschließenden Endspiel war Martins Läufer dem Springer haushoch überlegen. Pit zauberte noch ein wenig, bis der Springer an den Rand gedrängt und dort erobert wurde.

Hans-Christian Ackermann und Ulrich Weber lieferten eine spannende Partie. Ulrich hatte einen Bauern mehr, stand aber sehr gedrückt. Dann kam auch noch des Gegners König nach vorn. Ulrich hatte ein zweizügiges Matt, ging allerdings mit seinem Bauern vor. In der zweiten Runde gelang das Matt aber dann doch; die letzten Züge waren quasi für die Galerie.

Völlig überraschend gewann Harald gegen Rolf. Rolf hatte einen vorgerückten Freibauern, musste dann aber die Dame für einen Turm geben. Harald zerrte Rolfs König ins Freie, konnte einzügig matt setzen, nahm aber Rolf nach und nach alles Material weg. Gute Leistung von Harald.

Diesmal bekam ich sogar etwas von Ulf zu sehen. Er hatte mit schwarz gegen Alexej eine Qualität weniger, dafür einen Riesenläufer festgepflanzt im Zentrum und einen gedeckten Freibauern. In etwa dynamischer Ausgleich, möchte man meinen. Ulf fing an zu zaubern, und opferte einen Turm. Nachdem aber Alexej richtig zuerst den Läufer vom Brett entfernte, war der Materialnachteil zu groß. Sehr routiniert spulte Alexej die Züge herunter. Gegnerische Bauern blockieren, einen davon erobern, Damentausch erzwingen, Ulfs König vom eigenen Freibauern abschneiden, Ende.

Eine Serie ist gerissen: schwarz verliert an Brett eins. Ich hatte allerdings übersehen, dass die Regel lautet: schwarz verliert an Brett eins, wenn die Partie donnerstags in Itzehoe gespielt wird. Große Überraschungen an den vorderen Brettern blieben diesmal aus.

Vorn sind Cliff, Andreas und Burkhard punktgleich, dahinter Martin und ich, mit gewissen Turniersieg-Chancen. Die drei Top-Begegnungen der nächsten Runde: Cliff gegen Andreas, Burkhard gegen Martin, Frank gegen mich. Es geht langsam aber sicher um die Wurst. Schon dahinter eine Paarung im Verfolgerfeld, die man so weit vorn nicht unbedingt hätte erwarten können: Ulrich gegen Alexej, immerhin Nr. 18 und Nr. 14 der Setzliste.

 

Egbert Hengst