weniger als 10 beim Blitzen - zwei mal 10 neu

Beim April-Blitzen gab es einen neuen Negativ-Rekord: mit neun Spielern waren wir nicht mal 10, so dass die neue Regelung, ab 15 Spielern das Feld zu splitten, noch nicht zur Anwendung kam. Die Gründe für die geringe Beteiligung waren vielfältig : manche waren noch im Osterurlaub, manche im Winterschlaf, manche beides. Andere waren vertieft in die Vorbereitung auf den nächsten Mannschaftskampf, andere waren in Neumünster (Landeseinzelmeisterschaft der Jugend). Dort liegt Cliff sehr gut im Rennen - z.Zt. auf Rang zwei der U18 Vormeisterklasse.

Somit fehlten neben Cliff und Stefan mit Sören und Hauke auch zwei weitere Favoriten. Indes blieben mit Ernst-Holger, Alexey, Erich und ich als Hauptfavoriten für den Monats-Sieg im Rennen; auch Roland und Jens hatten Außenseiterchancen.

Erich zog viele Gegner über die Zeit, oder dünnte sie materiell komplett aus, und stand am Ende weit vorn. Bei Alexey war's das Thema Zeit betrachtet gerade anders herum : Zeitnot Zeitnot... einige Minuspunkte ob der schlechten Einteilung. Gegen Erich hatte ich irgendwann drei verbundene Freibauern, später bekam ich eine Dame und setzte zwei Sekunden vor dem Aufbrauchen des Zeitreservoirs matt. Die Partie mit Alexey gewann ich ähnlich : zähes Ringen, Vorteil bei mir, Vorteil wieder weg, ich habe noch drei Sekunden, Alexey null. Ernst-Holger stellte gegen mich eine ganze Dame ein, und verzichtete auf weiteren Widerstand. Mehrere male hatte Ernst-Holger um die zwei Minuten am Ende der Partie mehr auf der Uhr, indes leider einen König weniger, was wie die Regeln vorgeben eine höhere Priorität hat.

Auffällig waren mehrere nette Mattbilder, die Bernd seinen Gegnern und den Zuschauern zeigte : des Gegners König mal am Rand zusammengequetscht, mal mitten auf dem Brett erlegt.

Roland warf recht früh gegen mich eine Figur weg, kurz danach noch eine Qualität, dann wanderten die Figuren beider Seiten auf die Ausgangsfelder zurück. Rolf hatte gleich mehrere gute Partien, einige davon gingen nur aus Zeitgründen verloren. Ich hatte gegen ihn einige Figuren mehr, sah mich indes einer Mattdrohung gegenüber, die nur mit Mühe entschärft werden konnte.

Die Qualität insgesamt war hoch; wann hat es das schon gegeben, dass Jens nicht unter den ersten x-1 bei x Spielern ist?

Vorn landeten Erich und Alexey auf Rang drei, Roland auf dem zweiten Platz. Sieger wurde ich, mein Spiel war aber keineswegs überzeugend. Und  so wandern 10 Punkte auf mein Konto der Jahres-Blitz-Wertung, und 10 Euronen auf eins meiner Schwarzgeld-Konten.

 

Egbert Hengst