Souveräner Auftakt

 

Unser erster Gegner in der neuen Saison waren die Schachfreunde aus Burg. Die Mannschaft die uns erst vor knapp 3 Monaten aus den Dähne-Mannschaftspokal rausgeworfen hatten. Wir waren also vorgewarnt.

 

Bevor der Mannschaftskampf überhaupt begann, war bei uns schon für reichlich Unruhe gesorgt. Leo war mit seinem Auto liegen geblieben und konnte nicht mehr erscheinen. Dafür musste Stefan sich kurzfristig auf sein Rad schwingen und das 8. Brett einnehmen. Er kam knapp 20 Minuten später, sah aber topfit aus. Als ich mich nach ca. 1 Stunde zu einer Brettschau aufmachte, sah es an den beiden hinteren Brettern schon sehr viel versprechend aus. Der Rest von uns schien recht bequem zu stehen, nur für Sven's angegriffene Dame fand ich auf die Schnelle keine ideale Rückzugsposition. Andreas am 7. Brett stand dann sehr schnell auf Gewinn und auch Stefan hatte schon eine Mehrfigur, allerdings war die Position etwas komplizierter. Diese beiden Partien wurden kurze Zeit später sicher nach Hause gebracht, so dass wir 2:0 führten. Sehr beruhigend, da eigentlich nur Sven wackelig stand, Reiner auf Burger Seite aber viel Zeit verbraucht hatte.

 

Nach 3,5 Stunden kam es zum Showdown. Der Anfang passierte an meinem Brett. Ich hatte Weiß, hatte aber aus der Eröffnung nicht viel bis gar nichts herausgeholt. Das Spiel verflachte schnell, so dass wir uns auf Remis einigten. Bei diesen Spielstand war ich zufrieden damit. Dann zeigten sowohl Wolfgang als auch Hauke das Itzehoer Angriff können. Danach stand es 4,5 : 0,5  und wir hatten den Sieg in der Tasche. Sven zeigte sich von seiner zähen Seite. Reiner schaffte es nicht in Zeitnot seine 2 Mehrbauern zu verwerten, also auch nur Remis aus Burger Sicht. Kurz danach vereinbarten Frank und Thies Rosenburg Remis. Mein Eindruck war, dass das Spiel nie die Remisbreite verlassen hatte.

 

Bis auf das 1. Brett, waren um 14.00 Uhr bereits alle Partien beendet. Dort quälte Cliff Thomas Nonnemacher. Nach einem komplizierten Mittelspiel war die Partie in ein Endspiel mit Läuferpaar und Freibauer am Damenflügel gegen 5 zu 4 Bauern am Königsflügel gemündet. Cliff Gewinnversuche verliefen jedoch im Sande. Am Ende kam ein Endspiel mit ungleichfarbeigen Läufern und Mehrbauer zustande ohne jede Gewinnchance.

 

6:2! Ein deutlicher Sieg. Ich hatte mir das heute schwieriger vorgestellt, aber an manchen Tagen läuft es eben.

 

Sören Koch